Den Sommer festhalten

Spätsommerlicher Blumenstrauß fürs Wohnzimmer

Früchte des Spätsommers

 

Spätsommer! Gibt es eigentlich eine schönere Zeit im Jahr? Üppiger, farbenfroher, romantischer wird es nicht mehr. Am tollsten finde ich im Moment die Marktbesuche: Die Auswahl ist riesig und Obst und Gemüse schmecken so intensiv wie nie. Mindestens einmal in der Woche hole ich mir ein paar frische Marktblumen, weil mich die Farben (und die niedrigen Preise) einfach nicht vorbei gehen lassen. Schnittblumen halten ja leider nicht lange, aber Obst und Gemüse kann man glücklicherweise konservieren. Ich habe mich letztes Jahr ans Geleekochen gewagt (danke Sara für deine Hilfe!) und dieses Jahr schon Erdbeeren und Aprikosen eingekocht. Bei einer Freundin habe ich vor Kurzem reihenweise Rezepte aus einem Einkoch-Buch abfotografiert, es mangelt mir also nicht an Inspiration.

Und obwohl uns meine Mutter immer mit selbstgemachten Marmeladen versorgt (die aber meist nicht lange da sind), hatte ich wieder Lust darauf, Himbeergelee zu kochen. Ich will ehrlich sein, ein bisschen geht das schon dabei los, dass ich es liebe auf’s Himbeerfeld zu gehen. Vor ein paar Tagen war ich mit einer Freundin dort, allerdings war es ein bisschen traurig zu sehen, wie viel der erneute Frost Anfang des Jahres kaputt gemacht hat.

 

Pflaumen

GElbe Sonnenblumen für Spätsommerflair

Himbeergelee selbst gekoch

 

 

Für ca. 4 Gläser Himbeer-Gelee:

Ich kaufe immer den 3:1 Gelierzucker. Für das Himbeergelee habe ich 1 kg Himbeeren gewaschen, kurz eingekocht (unbedingt mit Deckel, damit nichts von der Flüssigkeit verloren geht) und durch ein Sieb passiert. Das Fruchtmus habe ich mit 300g Gelierzucker etwa 7 Minuten eingekocht, Unmengen an Zimt untergerührt und anschließend in ausgekochte Gläser gefüllt. Auf den Kopf gestellt, gewartet, gegessen.

Die einfachsten Dinge sind ja wohl die besten! Zimt ist übrigens auch so eine Sache, über die ich Stunden schreiben könnte: Passt zu jeder Jahreszeit, in’s Müsli, Marmelade, Joghurt, Reisgerichte, Soßen,… und schmeckt nie zu stark vor.

 

 

 

Marmelade kochen

Gelee einkochen

GElbe Sonnenblumen für Spätsommerflair

 

Im Grazer Umland werden bald die Äpfel und Trauben reif und ich freue mich schon auf Isabella-Trauben (das wird dann wohl das nächste Einkoch-Projekt). Den Sommer festhalten heißt aber für mich vor allem, die Hitze, die wir jetzt nochmal haben auszunützen. Raus aus der Wohnung (am besten raus aus der Stadt) und Sommermomente sammeln!

Wie haltet ihr den Sommer fest?

 

Himbeermarmelade selbst machen

 

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Es war einmal ein hässliches Fahrrad…


Geduld zählt nicht zu meinen Stärken. Deshalb dauerte es auch nicht mal zwei Tage, ein Fahrrad zu kaufen, nachdem mir die Idee kam. Ich hatte bisher nur ein uraltes Fahrrad, dass seit ca. 4 Jahren im Hof steht und auf eine liebevolle Person wartet, die die Reifen aufpumpt (und die mittlerweile anfallenden Reparaturen auf sich nimmt), aber jetzt im Sommer wollte ich doch wieder ein funktionsfähiges Rad haben, um aus der Stadt rauszufahren. Lass das alte im Hof, ich kauf mir ein neues! Bei einer Sozialeinrichtung habe ich mir ein Gebrauchtrad gekauft, das technisch überholt war, aber schrecklich aussah. Und weil es Leute gibt, die behaupten, sie würden mir erst glauben, wenn sie es vorher auf dem Blog gelesen haben, erzähle ich heute vom Schicksal meines neuen Fahrrads.

Ich hatte eigentlich von Anfang an vor, mein Rad schwarz oder weiß zu lackieren. Nach einem Besuch beim Autozubehör-Handel beschloss ich das Rad bis auf die Knochen abzuschleifen und dann mit einem Autolack anzusprühen. Die Einzelteile waren ziemlich dreckig und zum Teil mit Rost überzogen. Danke WD-40! Mein Freund hat mir das Rad so gut es ging auseinandergebaut, den Rest musste ich abkleben. Und glaubt mir, das ist eine Heidenarbeit! Aber es hat sich gelohnt.

Was meinem Rad außerdem fehlte war ein schöner Sattel. Wir haben uns Ziegen-Wildleder gekauft, weil man das sehr gut in Form ziehen kann. Zufällig habe ich noch eines mit einem schicken Aufdruck entdeckt und beschlossen, dass das Rennrad meines Freundes auch profitieren soll.
Erst mal musste ich vorsichtig den alten Bezug abtrennen und dann das Leder passend zuschneiden. Die beiden Schaumstoffsattel habe ich mit Epoxidharzkleber eingestrichen, das Leder aufgelegt und in Form gezogen. Außenrum habe ich das Leder noch auf der Innenseite festgetackert. Weil der Rennrad-Sattel so montiert wird, dass man unten rein sieht, habe ich noch einen Lederstreifen zugeschnitten und über die Tackernadel geklebt, sodass das wilde Tackernadelchaos  hübsch verdeckt ist.

Zum Schluss habe ich noch eine neue Lenkstange besorgt und nachdem die Griffe total doof aussahen noch Lenkerband verwendet. Es ist einfach so viel bequemer mit diesen Cityrad-Lenkern! Nachträglich habe ich jetzt noch Sattel und Lenker höher stellen lassen.

Schön, wieder ein Fahrrad zu haben! Alle Termine lassen sich schneller erledigen, außerdem habe ich gerade Urlaub und konnte schon ein paar Ausflüge damit machen (und beinahe einen Unfall). Ich habe diesen Sommer extrem viel frei und trotzdem ist so viel los! Geht es euch auch so? Seid ihr auch viel mit dem Fahrrad unterwegs?

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